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Bis: Sonntag, 30.12.2018

JSG-Flyer

In der Rubrik "Aktuelles" findet sich zur ersten Information über unsere Schule der JSG-Flyer zum Download.

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Inklusion am JSG

Rechtliche Hintergründe

In der UN-Behindertenkonvention von 2006 wurde festgelegt, dass Menschen mit Behinderungen nicht nur in die Gesellschaft integriert werden sollen, in dem Sinne, dass das Individuum sich anpasst (=Integration), sondern dass die Lebensumstände so zu gestalten sind, dass alle Menschen von vorneherein selbstverständlich zur Gesellschaft gehören: Inklusion = Anpassung des Systems. Im Jahr 2014 wurde für Nordrhein-Westfalen die schulgesetzliche Verankerung des Rechtsanspruches auf Unterricht in der allgemeinen Schule auch für Kinder und Jugendliche mit sonderpädagogischem Förderbedarf beschlossen.

 

Inklusion und individuelle Förderung am JSG bisher

Bereits seit vielen Jahren gleichen wir am JSG unser Schulprogramm immer wieder an veränderte Bedingungen und Voraussetzungen an, die unsere Schülerinnen und Schüler mitbringen. Ein Baustein ist dabei zum Beispiel die individuelle Förderung, bei auch der Grundgedanke der Inklusion (Wie können wir unser Lehren und Lernen an die Individuen anpassen?) eine große Rolle spielte und spielt. Des Weiteren haben wir auch Schülerinnen und Schüler, die eine sonderpädagogische Förderung benötigen, dabei aber zielgleich unterrichtet werden. Das heißt, sie streben den gymnasialen Schulabschluss an, erhalten aber zum Teil zusätzliche pädagogische Unterstützung. Inzwischen haben wir auch Kinder, die zieldifferent unterrichtet werden. Das bedeutet, sie erlangen am Ende ihrer Schullaufbahn einen Abschluss wie sie ihn auch auf einer Förderschule erhalten hätten.

 

Inklusionsklassen mit zieldifferenter Förderung

Mit dem Schuljahr 2016/17 starteten wir mit einer Inklusionsklasse, in der zusätzlich zu den Regelschülern auch Kinder zieldifferent mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf unterrichtet werden. Seit dem Schuljahr 2017/18 haben wir nun schon zwei Inklusionsklassen, in denen zur Zeit insgesamt sieben Schülerinnen und Schüler mit den Förderschwerpunkten Lernen bzw. geistige Entwicklung am gemeinsamen Lernen teilnehmen. Zur Bewältigung dieser Aufgabe stehen uns Sonderpädagogen zur Seite, die teilweise den Unterricht begleiten, aber auch die Lehrkräfte hinsichtlich der Bereitstellung von differenziertem Material sowie bei der unterrichtlichen Umsetzung unterstützen. Zusätzlich stehen uns zeitweise ein Sozialpädagoge sowie eine FSJlerin zur Seite. In einer Klasse haben wir auch tatkräftige Unterstützung durch eine Integrationshelferin.

Zur Vorbereitung dieser neuen Herausforderung haben sich die Lehrkräfte, die in diesen Klassen unterrichten wollten, in Fortbildungen u.a. mit den Themen Inklusion, Förderschwerpunkte, unterrichtliche Umsetzung sowie Aspe-ten des sozialen Lernens beschäftigt.

 

Grundsätze des gemeinsamen Lernens in den Inklusionsklassen

Bereits frühzeitig werden die Klassenleitungsteams einer Inklusionsklasse festgelegt, somit können die zukünftigen KlassenlehrerInnen die Inklusionskinder (und teilweise auch die Regelkinder) in der 4. Klasse in ihrer Grundschule besuchen, um sich ein Bild von den Kindern, den dortigen Lernbedingungen und Gewohnheiten zu machen.
Bei einem Kennlernnachmittag bereits vor den Sommerferien haben alle Kinder Gelegenheit, ihre zukünftigen Klas-senkameraden sowie die Klassenleitungen kennenzulernen. Damit wird dieser spannende Schritt von der Grundschule auf die weiterführende Schule bereits frühzeitig ein bisschen konkreter und werden mögliche Sorgen genommen und die Neugierde befriedigt.
Der Start ins 5. Schuljahr ist neben der unterrichtlichen Eingewöhnung geprägt von Aktionen, die insbesondere das Zusammenwachsen der Klassengemeinschaft in den Vordergrund stellen. Ziel ist es, und das in einer Inklusionsklasse ganz besonders, dass eine Lernatmosphäre entsteht, die geprägt ist von Toleranz, Hilfsbereitschaft und Rücksichtnahme. Die Regelkinder wissen, dass die Inklusionskinder andere Lernziele verfolgen, dass sie also zieldifferent unterrichtet werden und immer wieder auf Unterstützung angewiesen sind. Beeindruckend ist es dabei zu sehen, wie groß die Hilfsbereitschaft der Kinder ist zu helfen - sei es bei fachlichen Fragen, aber auch in der Organisation des Schulalltags oder der Pausengestaltung. Alle Kinder profitieren im Bereich sozialen Lernens sehr von der gegenseitigen Wertschätzung sowie dem entspannten Umgang mit differenzierten Aufgabenstellungen.

Wenn in einer Unterrichtssequenz wenig Übereinstimmungen zwischen den beiden Lerngruppen (Regel- und Förderkinder) möglich ist, können die Inklusionsschüler zusammen mit einer sonderpädagogischen Lehrkraft in einem benachbarten Raum getrennt von den anderen lernen und arbeiten, so dass bei Bedarf auch eine äußere Differenzierung möglich ist.

Insgesamt erfordert das gemeinsame Lernen ganz besonders, die Bedürfnisse aller Kinder im Blick zu haben. Inklusion am JSG hat durch die Einrichtung von Inklusionsklassen einen weiteren Aufgabenbereich erhalten, den wir nun schrittweise weiterentwickeln werden.

 

Ansprechpartnerin für Inklusionsfragen: Frau Breder (breder[at]jsg-nv.de)

 



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